Evergrande-Krise kaum Auswirkung auf die westliche Welt

Es gibt – leider – wirklich nichts Neues von der Öl-Front zu berichten. Jeglicher Versuch der Baissiers, die Kurse auf Talfahrt zu schicken, versandet. So auch gestern: nach erreichen der Höchstwerte des Vortages gingen die Werte tatsächlich in die Knie – aber erneut nur in den Bereich der Tiefstwerte des Vortages, um dann sogleich wieder ab späterem Nachmittag nach oben zu klettern. Dies bis heute früh, wo wir bereits wieder die Kursspitzen der Vortage erreicht haben.

Also immer das gleiche Bild: die Ölwerte vollziehen tatsächlich sehr kurzfristig Rücksetzer. Diese werden aber meist noch gleichentags, spätestens jedoch am Folgetag wieder neutralisiert, bzw. von den Anlegern als Kaufniveau eingestuft und als Einstieg genutzt.

Die Angst, dass die Krise um den chinesischen Immobilien Riesen Evergrande auch die westliche Welt in die Krise stürzen könnte und Erinnerungen an die Finanzkrise ab September 2008 mit dem Zusammenbruch der US Investment Bank «Lehmann Brothers» wachrufen, ist wohl nicht gerechtfertigt. Anders als damals droht in China nicht die Gefahr, dass ein Aus von Evergrande eine weltweite Kettenreaktion auslösen würde. Der chinesische Finanzmarkt ist nach wie vor weitgehend abgeschottet vom Rest der Welt. Die derzeitige chinesische Krise ist also einer der Vorteile für uns, dass dies so ist. Zudem ist der Immobilien-Konzern Evergrande ein mehr oder weniger systemrelevantes Unternehmen in der Volksrepublik. Man schätzt, dass die Immobilienbranche in China rund ein Drittel der chinesischen Wirtschaftsleistung ausmacht. Also wird die Staats- und Parteiführung das Unternehmen Evergrande aus Prestigegründen kaum in die Insolvenz schlittern lassen, und schon gar nicht unkontrolliert. Und wie gesagt, dieser Markt ist praktisch abgeschottet von der westlichen Welt.

Also ist eine massive, weltweite Ausweitung der chinesischen Krise im Ausmasse wie 2008 nach Lehmann Brothers überhaupt nicht zu erwarten. Und somit wird die gerade nach Corona erholende Wirtschaft nicht (gross) ins Straucheln geraten. Deshalb kann wohl auch nicht erwartet werden, dass die Ölpreise ins Trudeln geraten könnten. Diese werden weiterhin wirklich fest bleiben.

Börsendaten 22.9. 2021 um 08:20 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $632.00 (+12.00$)

ICE-Brent NOV: $75.40 (+1.04$)

NY-Rohöl WTI NOV: $71.58 (+1.09$)

US-Dollar/CHF: 0.9243 (+-0.0005)

Trotz Normalisierung nach «Ida» und «Nicholas» kein Preisrückgang

Gestern leichte Verschnaufpause in London und an der Hauptbörse in NY. Diese dauerte aber einmal mehr nicht sehr lange und schon in den frühen Abendstunden kippte die Stimmung wieder nach oben. Dank eines etwas schwächeren Dollars gegenüber gestern liegen die Preise heute leicht unter den gestrigen.

Die Hoffnungen auf einen nachhaltigeren Preisrückgang sind und bleiben aber weiterhin sehr limitiert. Nachdem im und um den Golf von Mexiko die beiden Hurrikans «Ida» und Nicholas» für massive Störungen an den Ölinstallationen gesorgt hatten und die Ausfallrate zeitweise um die 90% gelegen hatte, normalisiert sich die Situation nach und nach – die Ausfallquote wird aktuell auf ca. 30% geschätzt. Nach wie vor erheblich, aber nicht mehr so drastisch wie unmittelbar nach den Hurrikans. Und trotzdem, die Ölpreise, welche auf Grund dieser beiden Ereignisse nach oben schossen, machen kaum Anstalten, sich auf Grund der Verbesserung der Versorgung sich wieder nach unten zu orientieren. Das heisst, der Markt wird von den «Big Players» grundsätzlich als fest eingestuft.

Und solange die wirklich grossen Anleger ihre grundsätzliche Meinung nicht ändern, solange dürfen wir auch keinen Trendwechsel nach unten erwarten.

Börsendaten 21.9. 2021 um 08:00 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $625.00 (-2.50$)

ICE-Brent NOV: $74.48 (+0.61$)

NY-Rohöl WTI OKT: $70.90 (+0.67$)

US-Dollar/CHF: 0.9278 (-0.0002)

Unverändert feste Marktverfassung

Trotz der deutlichen Preissteigerungen der vergangenen Woche konnten am Freitag keine so genannte Gewinnmitnahmen beobachtet werden, bzw. diese hielten sich in einem sehr engen Rahmen. Solche «Gewinnmitnahmen» oder Gewinn Realisierungen auf Börsengewinne sind sehr oft nach vorherigen, markanten Kurssteigungen zu beobachten. Und diese Gewinn Realisierungen sind nicht oder kaum erfolgt am Freitag – was wiederum für die starke Grundverfassung des Marktes spricht.

Und leider spielt uns nun auch noch der steigende $-Kurs nicht in die Karten. Der $ hat eine sehr grosse Hebelwirkung auf die Entwicklung unserer Heizöl- und Treibstoffpreise. Mit jedem Rappen, welcher der $ gegenüber dem CHF zulegen kann, werden auch unsere in der Schweiz in Schweizerfranken gehandelten Brenn- und Treibstoffpreise um beinahe einen Franken pro 100 Liter verteuert.

Mehr denn je dürfte also das Gesetz weiterhin gültig sein, dass Preisrückgänge immer auch gleich wieder Kaufgelegenheiten sind. Eine Empfehlung, welche seit Anfang November 2020, also seit bald elf Monaten uneingeschränkt Gültigkeit hat.

Börsendaten 20.9. 2021 um 08:20 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $629.25 (-2.25$)

ICE-Brent NOV: $74.76 (-0.58$)

NY-Rohöl WTI OKT: $71.30 (-0.67$)

US-Dollar/CHF: 0.9326 (+0.0001)

Öl-Götter sind keine Baissier

Nach dem Galopp der Bullen in der ersten Wochenhälfte mit markanten Preissteigerungen war gestern etwas Ruhe angesagt – zumindest vorübergehend. Aber bereits am späteren Nachmittag ging das Klettern wieder los. Und nicht nur an den Ölbörsen in London und NY, sondern auch der Dollar legte ein gutes Stück zu und verteuerte somit zusätzlich unsere Heizöl- und Treibstoffpreise. Der «Öl-Gott» scheint wirklich nicht gut mit uns Endverbrauchern gesinnt zu sein. Neben den in $ gehandelten Ölpreisen in London und NY hat nun auch noch der $ selbst zu einem Steigerungslauf angesetzt. Mit direkter Auswirkung auf unsere in CHF gehandelten Brenn- und Treibstoffpreise.

Somit sind zwei der insgesamt drei variablen und direkt unsere Inlandpreise beeinflussenden Faktoren klar nach oben gerichtet: Ölpreis und $. Der dritte Faktor, die Transportkosten auf dem Rhein, zeigt saisonal bedingt im Herbst ebenfalls nach oben. Allerdings dürfte dieses Jahr kein derart akuter Wassermangel (Niedrigwasser) auf dem Rhein zu erwarten sein wie 2018, als die die Rheinschifffahrt vorübergehend gar eingestellt werden musste. Aber trotzdem, auch von dieser Seite eher Unterstützung für steigende Preise.

Leider also kaum irgendwo einen Lichtblick oder einen Hoffnungsschimmer, welcher uns signalisieren würde: Achtung markanter Preisrückgang, leider nein. Schnelle und eher geringe Preisabschläge hingegen sind möglich – aber diese sind dann halt bereits wieder Kaufgelegenheiten.

Börsendaten 17.9. 2021 um 07:50 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $633.25 (+4.50$)

ICE-Brent NOV: $75.48 (-0.19$)

NY-Rohöl WTI OKT: $72.40 (-0.21$)

US-Dollar/CHF: 0.9271 (-0.0001)

Kein Platz für tiefere Preise

Der gestrige Tag hat wohl auch die letzten Hoffnungen auf einen nochmaligen und deutlichen Preisrückgang zerstört. Die gestrige Kursbewegung hat mit seinem markanten und unbeirrten Anstieg der Ölwerte in London und NY wohl die nächste Haussewelle ins Rennen geschickt. Sie hat auch gezeigt, dass für tiefere Preise einfach kein Platz ist.

Auch wenn nun die unverbesserlichen Baissiers den Preisen der vergangenen Tage und gar Wochen hinterherweinen und sich trösten «es kommt schon wieder tiefer», die temporäre «leichte Tiefpreisphase» von vor einem Monat (Mitte August) mit ca. CHF 7.00 bis CHF 8.00 tieferen Heizöl- und Dieselpreisen ist Geschichte.

Und dann kommt dann noch die CHF 6.85 per 100 Liter künstliche CO2-Erhöung vom Bunde auf den 1.1.2022 hinzu. Dies wird – neben der Jahreszeit üblichen Nachfragesteigerung – zusätzliche Nachfrage bringen.

Und erneut unser Mantra: jegliche Tieferbewertung sind Kaufkurse. Nicht was man selbst glaubt, wie die Preise sich entwickeln ist entscheidend, sondern was die weltweite Mehrheit der Marktteilnehmer denkt bestimmt den Preis. Und was oder wie diese Mehrheit denkt, haben die vergangenen Tage gezeigt.

Börsendaten 16.9. 2021 um 08:00 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $630.25 (-3.00$)

ICE-Brent NOV: $75.48 (+0.02$)

NY-Rohöl WTI OKT: $72.62 (+0.01$)

US-Dollar/CHF: 0.9209 (+0.0010)

Nur Optimisten glauben an Preisrückgang

Auch wenn wir uns immer und immer wieder wiederholen (müssen): auch der gestrige Tag ein eindrückliches Beispiel, dass «billigere» Preise, sprich tiefere Börsenkurse in London und NY kaum Chancen haben, sich über mehrere Tage durchzusetzen oder gar eine Tendenz Änderung nachunten auslösen: nach einem lustlösen Geplätscher verloren sämtliche Produkte nach Eröffnung der Hauptbörse in NY um 15 Uhr an Boden. Aber bereits ab 19 Uhr unsere Zeit war die Euphorie der Bären wieder vorbei. Bis heute früh krochen sämtliche Produkte wieder hoch zum Stand von gestern Morgen.

Dieses «Verhalten» der Marktteilnehmer ist immer zu beobachten. Sei es im «kleinen» zeitlichen Rahmen wir gestern, oder aber auch, wenn sich eine Abwärtskorrektur ein, zwei Tage durchsetzen kann. Das «Resultat» ist immer dasselbe: tiefere Notizen werden immer als Einstiegspunkt, als Kaufgelegenheit eingestuft und auch genutzt. Das heisst nichts anderes, als dass der Markt die «Gesamtlage» weiterhin als «bullisch» einstuft – wie es im Fachjargon genannt wird.

Und dann kommen immer wieder unerwartete «Fremdereignisse» hinzu. Diesmal erneut ein Hurrikan namens «Nicholas». Bereits wurden viele Ölinstallationen wie Raffinerien und Ölfördereinrichtungen im Golf von Mexiko und in Texas vorsorglich heruntergefahren oder evakuiert. Und dies, nachdem die Ölindustrie nach Hurrikan «Ida» etwas weiter östlich im Golf noch immer zu beinahe 75% nicht wieder in Betrieb ist. Und «Ida» war Ende August, Anfang September.

Also man muss wirklich Optimist sein, um eindeutige Zeichen für einen nachhaltigen und markanten Ölpreisrückgang zu sehen. Diese Anzeichen sehen wir (leider) nicht.

Börsendaten 15.9. 2021 um 08:10 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $618.00 (+3.00$)

ICE-Brent NOV: $74.15 (+0.55)

NY-Rohöl WTI OKT: $70.98 (+0.52$)

US-Dollar/CHF: 0.9199 (-0.0005)

Die nächste Haussewelle steht vor der Tür

Der Aufwärtsschwung vom Freitag wurde gestern gleich in die neue Woche mitgenommen. Die Kursnadel zeigte nur nach oben. Wir haben vor allem bei den Fertigprodukten in London und NY die in diesem Sommer erzielten Höchstwerte erneut erreicht. Somit sind die Chancen für Rückgang, welche sich über die Sommermonate boten, wohl wieder definitiv beendet.

Trotz aller Befürchtungen, dass die erneute Ausweitung der Pandemie und teils Abflachung der Impfbereitschaft vor allem in der westlichen Welt den ausgelösten Wirtschaftsaufschwung wieder bremsen und eindämmen könnte, ist auf den Ölbörsenparketts in London, NY und der ganzen Welt nichts zu spüren. Jeglicher Ansatz zu einer allenfalls etwas grösseren Kursabschwächung verlief im Sande und wurde sofort von den unbeirrt an weiter steigende Kurse glaubenden Investoren gekontert. Und daran wird sich wohl auch nichts ändern in den kommenden Monaten. Denn die Mehrheit der Investoren glaubt weiterhin unbeirrt an die globale Post-Pandemie-Erholung der Wirtschaft. Und diese Mehrheit bestimmt die Kurse in London und NY.

Und dann gibt es schlechte und bedrohliche News aus dem Golf von Mexiko, bzw. Öl-Mekka Texas. Dessen Ölinstallationen werden vom Sturm «Nicholas» bedroht und «Nicholas» besitzt das Potential zum Hurrikan. Dies nur wenige Wochen nach dem verheerenden Hurrikan «Ida». Noch immer sind nach dessen verheerenden Verwüstungen ca. 75% der Ölinstallation im und am Golf von Mexiko ausser Betrieb.

Also leider: weiterhin keine Hoffnungen auf Preisrückgang. Kleine Rücksetzer sind bleiben die Glücksmomente zum Einkauf.

Börsendaten 14.9. 2021 um 08:20 Uhr

ICE-Gasoil OKT: $619.25 (+4.25$)

ICE-Brent NOV: $74.11 (+0.60)

NY-Rohöl WTI OKT: $71.05 (+0.60$)

US-Dollar/CHF: 0.92221 (-0.0003)

Höhenflug setzt sich fort…

Auch zwei Wochen nach dem letzten Hurrikan „Ida“ liegt über die Hälfte der US-Förderplattformen still. Die Inbertiebnahmen gehen langsam voran und der nächste Sturm „Nicoals“ nimmt bereits Kurs auf diese Region…dieser könnte sich noch zu einem Hurrikan entwickeln und die komplette Ölinfrastruktur lahmlegen.

Nach dem starken Preisanstieg vom Wochenende steigen die Preise heute Morgen weiter. Neben den Hurrikan’s sind die Probleme mit dem Atomabkommen mit dem Iran betreffend den Sanktionen, positive Zeichen der Zusammenarbeit China/USA sowie die Förderpolitik der OPEC preistreibend.

Börsendaten:

ICE-Gasöl: 615.50 (+5.50$)
ICE-Brent: 73.52 (+0.60$)
ICE-Crude: 70.33 (+0.61$)
US-$/CHF: 0.9206 (+0.0024)

Chancen für Rückgang kleiner wie Risiko Preisanstieg

Der Markt gönnt den an einem etwas nachhaltigeren, temporären Rückgang interessierten Marktteilnehmern keine Chance. Oder sind die Bären, wie die Baissiers im Fachjargon am Börsenring genannt werden, ganz einfach zu schwach und vor allem von ihrer Markteinschätzung zu wenig überzeugt, zumindest eine vorübergehenden Rückgang einzuleiten, bevor die Reise weiter nach oben geht? Es scheint so. Vor allem wenn man den gestrigen Kursverlauf genauer interpretiert: Bis um ca. 14 sehr ruhiger Handel, ja gar schläfrig. Aber dann Action pur! Zwischen ca. 14h und ca. 20 Uhr sackten die Notierungen bei allen Produkten vom Tageshoch runter auf die Tagestief (ca. um 15:30h) dann sofort wieder hoch auf Tageshoch (ca. 17h) und erneut runter auf Tagestief um ca. 19:30 Uhr!! Und diese Sprünge machten beim Gasoil jedes Mal ca. $17/Tonne aus! Und in der Nachtsitzung bis heute ist die Preispallette erneut auf Erholungskurs.

Es ist und bleibt so wie sich seit Monaten der Kursverlauf zeigt, auch wenn äussert langweilig und monoton: jegliche, und wirklich jegliche, Tieferbewertung wird von Bullen (Fachjargon für jene spekulativen Marktteilnehmer im Ring, welche die Preise nach oben treiben) als Kaufgelegenheit eingestuft und entsprechend wird dann auch gehandelt.

Für uns Endverbraucher – vor allem im Heizölbereich – wird nun die Zeit immer enger. Vor allem für jene, welche noch immer auf einen deutlichen Preisrückgang hoffen, und den Heizöltank vor dem Winter und vor allem vor der künstlichen Verteuerung durch die die zusätzliche CO2-Abgabe von CHf 6.85 per 100 Liter am 1. Januar 2022 füllen müssen und wollen. Denn erfahrungsgemäss aus den vergangenen CO2-Erhöhungen wird die Logistik schon bald schweizweit im Herbst, vor allem dann aber im November und Dezember, schnell an ihre Grenzen stossen.

Die Chancen für einen spürbaren Rückgang der Heizöl- und Treibstoffpreise sind also wesentlich tiefer einzustufen, wie das Risiko eines weiteren und deutlichen Preisanstieges.

Börsendaten 10.9. 2021 um 08:10 Uhr

ICE-Gasoil SEP: $601.50 (-4.00$)

ICE-Brent NOV: $72.09 (+0.64)

NY-Rohöl WTI OKT $68.66 (+0.52$)

US-Dollar/CHF: 0.9165 (-0.0004)

Preisgestaltung: die globale Mehrheit zählt und diktiert

Weiterhin kein «Aufatmen» in London und NY in Form eines temporären, vorübergehenden Rückganges. Die Auswirkungen von Hurrikan Ida auf die Ölinstallationen im und am Golf von Mexiko sind weiterhin beträchtlich. Noch immer sind ca. 77% aller Anlagen in der Region in irgendeiner Weise betroffen und können nicht unter Volllast produzieren – sei dies in der Verarbeitung (Raffinerien) oder in Förderung (Off-Shore Plattformen) von Rohöl. Der Ausfall beträgt Hurrikan bedingt noch immer ca. 1.4 Mio. Fass pro Tag. Dies entspricht einem Ausfall für die Region von ca. 77%. Auf die gesamte Rohölförderung der USA (ca. 11 Mio. Fass pro Tag) umgelegt entspricht dies über 12%. Und diese Fehlmengen an Rohöl wie Fertigprodukten (Benzin, Kerosin und Mitteldestillate wie Diesel und Heizöl) werden auf dem globalen, freien Ölmarkt zugekauft.

Man kann es scheinbar drehen und wenden wie man will: der internationale Markt ist für einen temporären, nachhaltigen Rückgang der Ölpreise nicht bereit. Das Vertrauen in eine weitere Erholung der globalen Wirtschaft und dass sie Covid akzeptiert und lernt, mehr und mehr damit «umzugehen», scheint unerschütterlich. Und dies allein zählt: die globale Meinung der Mehrheit. Ob in der Schweiz die Nachfrage nach fossilen Brenn- und Treibstoffen sinkt, hat absolut keinen Einfluss auf die Gestaltung unserer Heizöl-, Diesel- und Benzinpreise.

Börsendaten 9.9. 2021 um 08:30 Uhr

ICE-Gasoil SEP: $604.75 (-0.25$)

ICE-Brent NOV: $72.86 (+0.26)

NY-Rohöl WTI OKT $69.44 (+0.14$)

US-Dollar/CHF: 0.9197 (-0.0026)