Brenn- und Treibstoffnews von volenergy: Ölmarkt bleibt volatil aufgrund geopolitischer Spannungen

Eine Kurve zeigt auf einer digitalen Grafik die Schwankungen der Brenn- und Treibstoff-Preise

Das einflussreiche OPEC-Mitglied Saudi-Arabien wird voraussichtlich seine freiwilligen Produktionskürzungen von 1 Million Barrel pro Tag für den Monat Dezember bestätigen. Bereits im September hatte Riad angekündigt, diese zusätzlichen Kürzungen bis zum Jahresende fortzusetzen, wobei die Verpflichtung bestand, die Massnahme monatlich zu überprüfen. Ole Hansen von der Saxo Bank ist der Meinung, dass angesichts der aktuellen Ölpreise und der schwachen Nachfrage es unwahrscheinlich ist, dass Saudi-Arabien seine Produktion in absehbarer Zeit erhöht – weder im Dezember noch wahrscheinlich im ersten Quartal des kommenden Jahres.

Die Preise auf den Ölmärkten sind gegen Ende der Woche gestiegen und die Märkte sind unsicher. Dies liegt daran, dass Sorgen über die allgemeine Nachfrage nach Öl weiterhin bestehen, obwohl die Federal Reserve versucht, die Wirtschaft zu unterstützen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass der Konflikt im Nahen Osten sich weiter verschärft.

Obwohl der Risikoaufschlag im Vergleich zum Beginn des Konflikts gesunken ist, sind immer noch geopolitische Faktoren von Bedeutung. Das bedeutet, dass die politische Situation in der Region einen Einfluss auf die Ölpreise hat, selbst wenn dieser Einfluss nicht mehr so gross ist wie zuvor.

Es besteht weiterhin die Gefahr, dass der Konflikt auf andere Länder übergreifen und die Ölmärkte beeinflussen könnte. Die Huthi-Rebellen im Jemen haben ihre Angriffe verstärkt und Raketen sowie Drohnen auf Israel abgefeuert, ebenso wie die Hisbollah-Miliz, die Israel weiterhin aus dem Libanon heraus angreift und Unterstützung aus dem Iran erhält. Bisher konnte ein weitreichender regionaler Konflikt vermieden werden.

Vivek Dhar von der Commonwealth Bank of Australia zeigt sich optimistisch, dass die Ölversorgung und im Handel gewährleistet ist. Er deutet jedoch darauf hin, dass „eine direkte Beteiligung des Irans am Konflikt zwischen Israel und der Hamas die Brent-Ölfutures vorübergehend auf 100 Dollar pro Barrel steigen lassen würde.“

Börsendaten 03.11.2023 um 09:00 Uhr
ICE-Gasoil NOV : 907.00
ICE-Brent JAN : 87.22
NY-Rohöl WTI DEZ : 82.90
US-Dollar/CHF: 0.9060
Rheinfracht nach Basel: 45.25


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