Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Ölpreise verzeichnen leichte Anstiege trotz zurückhaltender Marktdynamik

Eine Kurve zeigt auf einer digitalen Grafik die Schwankungen der Brenn- und Treibstoff-Preise

Die Ölpreise zeigten am gestrigen Montag eine grosse Handelsspanne, schlossen jedoch letztlich in der Nähe ihrer Ausgangsniveaus. Dieses Verhalten war vorhersehbar, da in den USA gestern ein Feiertag stattfand und die aktiven Trader zurückhaltend agierten, ohne klare Positionen in Bezug auf steigende oder fallende Ölpreise einzunehmen.

Trotz jüngster Zwischenfälle im und um das Rote Meer, die bislang nicht zu bedeutenden Angebotsausfällen führten, zeigten sich die Marktteilnehmer selbst nach einem umfangreichen Risikoereignis weiterhin zurückhaltend. Ein CMC Markets-Analyst erklärt die verhaltene Ölmarktreaktion auf geopolitische Ereignisse durch die abwartende Haltung der Marktteilnehmer, welche durch zunehmende geopolitische Spannungen und steigende Lagerbestände in den USA ausgeglichen wird.

Das US-Energieministerium meldete in seinem wöchentlichen Ölmarktbericht für die Woche zum 5. Januar einen erneuten Anstieg der Kraftstoffbestände in den USA sowie einen leichten Zuwachs der landesweiten Rohölvorräte. Die US-Rohölproduktion blieb in dieser Woche nahe ihres Rekordhochs. Die Marktteilnehmer erwarten gespannt die Daten zur Entwicklung der Ölbestände und Produktion der USA für die Woche zum 12. Januar, die das DOE aufgrund des US-Feiertags erst am Donnerstag um 17:00 Uhr veröffentlichen wird.

Ein kältebedingter Rückgang der Schieferölproduktion im Bundesstaat North Dakota wird voraussichtlich erst im Bestandsbericht für die laufende Woche ersichtlich sein. Die aktuelle Kältewelle in weiten Teilen der USA beeinträchtigt nicht nur die Rohölproduktion, sondern auch den Betrieb einiger Raffinerien, was zu einer festeren Notierung der Produktkontrakte im Vergleich zu Brent und WTI am heutigen Morgen führt.

Die OPEC und die IEA werden am morgigen Mittwoch und am Donnerstag ihre aktuellen Einschätzungen zur Versorgungslage abgeben. Die EIA veröffentlichte bereits am vergangenen Dienstag einen eher bearishen Januar-Monatsbericht. Massgebliche Faktoren für die mittel- bis langfristige Entwicklung bleiben die Produktionskürzungen der OPEC+, das Förderwachstum ausserhalb des Bündnisses sowie der Ausblick für die Nachfrage.

Börsendaten 16.01.2024 um 08:55 Uhr
ICE-Gasoil FEB: 787.50$
ICE-Brent MAR: 770.25$
NY-Rohöl WTI FEB: 72.43$
US-Dollar/CHF: 0.8588
Rheinfracht nach Basel: 23.00


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