Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Preisgestaltung: die globale Mehrheit zählt und diktiert

Eine Kurve zeigt auf einer digitalen Grafik die Schwankungen der Brenn- und Treibstoff-Preise

Weiterhin kein «Aufatmen» in London und NY in Form eines temporären, vorübergehenden Rückganges. Die Auswirkungen von Hurrikan Ida auf die Ölinstallationen im und am Golf von Mexiko sind weiterhin beträchtlich. Noch immer sind ca. 77% aller Anlagen in der Region in irgendeiner Weise betroffen und können nicht unter Volllast produzieren – sei dies in der Verarbeitung (Raffinerien) oder in Förderung (Off-Shore Plattformen) von Rohöl. Der Ausfall beträgt Hurrikan bedingt noch immer ca. 1.4 Mio. Fass pro Tag. Dies entspricht einem Ausfall für die Region von ca. 77%. Auf die gesamte Rohölförderung der USA (ca. 11 Mio. Fass pro Tag) umgelegt entspricht dies über 12%. Und diese Fehlmengen an Rohöl wie Fertigprodukten (Benzin, Kerosin und Mitteldestillate wie Diesel und Heizöl) werden auf dem globalen, freien Ölmarkt zugekauft.

Man kann es scheinbar drehen und wenden wie man will: der internationale Markt ist für einen temporären, nachhaltigen Rückgang der Ölpreise nicht bereit. Das Vertrauen in eine weitere Erholung der globalen Wirtschaft und dass sie Covid akzeptiert und lernt, mehr und mehr damit «umzugehen», scheint unerschütterlich. Und dies allein zählt: die globale Meinung der Mehrheit. Ob in der Schweiz die Nachfrage nach fossilen Brenn- und Treibstoffen sinkt, hat absolut keinen Einfluss auf die Gestaltung unserer Heizöl-, Diesel- und Benzinpreise.

Börsendaten 9.9. 2021 um 08:30 Uhr

ICE-Gasoil SEP: $604.75 (-0.25$)

ICE-Brent NOV: $72.86 (+0.26)

NY-Rohöl WTI OKT $69.44 (+0.14$)

US-Dollar/CHF: 0.9197 (-0.0026)


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