Brenn- und Treibstoffnews von Oel-Pool: Zahlen, Daten, Fakten Woche

Eine Kurve zeigt auf einer digitalen Grafik die Schwankungen der Brenn- und Treibstoff-Preise

Gestern schauten die Marktteilnehmer auf Informationen aus dem Sitzungsprotokoll des letzten Fed-Meetings, das gestern Abend veröffentlicht wurde. Traditionell geht es darum, Hinweise für die weitere Zinspolitik und den Zeitpunkt der ersten Zinssenkung herauszulesen. Fed-Chef Jerome Powell hatte auf der Pressekonferenz vor gut einer Woche einen ersten Schritt im März ausgeschlossen. Nicht nur daraus können sich richtungsweisende Impulse ergeben, sondern auch aus den Daten zur aktuellen Entwicklung auf dem US-Ölmarkt, die der Branchenverband API am späten Abend vorgelegt hatte.

Damit wurden die Erwartungen der Marktteilnehmer untermauert, dass die US-Notenbank die Zinsen nicht vor Juni senken dürfte. Da eine längere Hochzinsphase die Konjunktur für gewöhnlich belastet und dies wiederum die Ölnachfrage in Mitleidenschaft zieht, wirkte das Protokoll eher bearish auf die Ölpreise. Allerdings stehen schon heute wichtige Konjunkturindikatoren an, die den Spekulationen hinsichtlich der weiteren Zinspolitik der Fed neue Nahrung geben dürften.

Darüber hinaus warten die Marktteilnehmer auf die offiziellen Ölbestandsdaten des DOE, die um 17:00 Uhr fällig sind. Nachdem das API gestern für die Woche zum 16. Februar einen stärker als erwarteten Anstieg der landesweiten Rohölvorräte der USA meldete, ist der Markt umso gespannter auf die Daten zur Entwicklung der Raffinerieauslastung. Diese hatte sich aufgrund von saisonalen Wartungsarbeiten, wetterbedingten Ausfällen und anderen Störungen in der Vorwoche noch auf einem Langzeittief befunden, wobei Experten damit rechnen, dass sich der Raffineriebetrieb mittlerweile wieder etwas erholt haben dürfte.

Diese Woche ist eine Woche der Zahlen, Daten, Fakten und Spekulationen. Richten wir unser Augenmerk auf das Inland, fallen uns vor allem die tiefen Rheinfrachten und konträr dazu der hohe USD Kurs ins Auge. Die Frachten werden gegen Frühling/Sommer unweigerlich ansteigen, da die Temperaturen und der ausbleibende Regen den Rheinpegel sinken und damit die Frachten steigen lässt. Bleibt abzuwarten, was der Dollarkurs in den nächsten Monaten macht. Da werden die US-Wahlen wohl einen grossen Einfluss darauf haben.

Durch die vielen Variablen und grossen Unsicherheitsfaktoren bleiben wir dabei. Der aktuelle Zeitpunkt ist ideal um die Tanks zu füllen.

Börsendaten 22.2.2024 um 8:50

ICE-Gasoil Mar: 840.25

ICE-Brent April: 83.39

NY-Rohöl WTI Mär : 78.27

US-Dollar/CHF: 0.8760

Rheinfracht nach Basel: 16.50


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